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Bernd Speicher, Schwalbach/Saar

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Die Weltwirtschaftskrise

Horoskop der Weltwirtschaftskrise

Der 24.10.1929:
Gegen 11h am 24.10.1929 begannen an der New Yorker Börse die Aktienkurse katastrophal an Wert zu verlieren. Für diesen Zeitpunkt ist das obige Horoskop berechnet. Eine Erholung stellte sich nicht mehr ein. Folglich brach an besagter New Yorker Börse Panik aus. Aktienbesitzer wollten nach dem 24.10.1929 soviel wertlos gewordene Aktien wie möglich innerhalb kürzester Zeit los werden. Am 29.10.1929 erreichte diese Panik ihren Höhepunkt. Menschen in Panik machen Fehler, die sie in normalen Zeiten nicht machen würden. Das ist menschlich, aber fatal. So nahm das Verhängnis ab dem 24.10.1929 seinen Lauf.

Zur Vorgeschichte des Börsencrashs:
England und Frankreich finanzierten ihre Kriegsanstrengungen im Ersten Weltkrieg vor allem mit Hilfe von Krediten. Kreditgeber waren Banken in den USA. Aus den USA bezogen beide Staaten nicht nur Kredite, sondern auch Waffen und sonstige kriegswichtige Produkte. Es liegt auf der Hand, daß der Erste Weltkrieg US-amerikanische Unternehmer und Banker enorm reich machte. Ab November 1918 war es aber vorbei mit Erstem Weltkrieg. Kaum jemand interessierte sich folglich noch für Kriegsprodukte und Kredite aus den USA.

Frankreich und England waren bei den USA, wie gesagt, nach Ende des Ersten Weltkrieges hoch verschuldet. Beide Staaten wollten die Kredite nach USA mit den Wiedergutmachungszahlungen aus dem besiegten Deutschland bedienen. Deutschland war aber aufgrund des verlorenen Ersten Weltkrieges sozusagen zahlungsunfähig, pleite, bankrott, wie auch immer. Um überhaupt Geld an England und Frankreich überweisen zu können, nahm Deutschland ebenfalls enorme (Wirtschafts)-Kredite bei Banken der USA auf. Aber erst nach dem Ersten Weltkrieg. Somit waren mindestens drei große Industrienationen in Europa nach dem Ersten Weltkrieg bei den USA hoch verschuldet, aber die Wirtschaft der USA konnte nicht mehr, wie bisher, vom Krieg in Europa klotzig profitieren. Die US-Banken waren also darauf angewiesen, daß England, Frankreich und Deutschland sehr pünktlich ihre Schuldenraten bezahlten. Aber auf keinen der drei Kandidaten war diesbezüglich Verlaß, weil fast pleite.

Erschwerend kam hinzu, daß viele Privatpersonen im Ersten Weltkrieg massenweise US-amerikanische Rüstungs-Industrie-Aktien kauften, weil diese hoch im Kurs standen. Nicht wenige Aktienkäufer verschuldeten sich für diese Käufe bis über beide Ohren. Verständlicherweise verloren diese Kriegs-Aktien nach dem Ende des Ersten Weltkrieges spürbar an Wert, sodaß Besitzer dieser Aktien ihre Schulden nicht mehr bezahlen konnten, wie sie dies bis zum Ende des Ersten Weltkriegs mit den hohen Gewinnen aus den Kriegsaktien locker tun konnten. Häufige Privatkonkurse waren damals in den USA die Folge. Hinzu kamen viele Bankenkonkurse nach dem Bankencrash 1929, die massive Firmenkonkurse in den USA, Europa und auf der ganzen Welt nach sich zogen. 1932 erreichte die Weltwirtschaftskrise ihren negativen Höhepunkt.

Um das problematische internationale Finanzsystem während des Ersten Weltkriegs, bestehend aus höchst unseriösen und unsozialen finanziellen Abhängigkeiten, stabil halten zu können, hätte der Erste Weltkrieg endlos weiter geführt werden müssen. War wohl ein wenig schwierig, daß den europäischen Kriegsparteien (Frankreich. Großbritannien, Italien, Deutschland, Österreich/Ungarn, Osmanisches Reich, Rußland) 1918 begreiflich zu machen. Die waren nämlich allesamt so gut wie bankrott und gänzlich ausgeblutet in jeder Hinsicht. So geriet, das durch den Ersten Weltkrieg einigermaßen funktionierende weltweite Finanz-Schulden-System, nach Kriegsende 1918 immer mehr in Schieflage, bis es sich im Oktober 1929 selber zerstörte, weil kein Finanz- oder Börsenfachmann mehr damit zurechtkam.

Die Folgen des Börsencraschs von 1929 weltweit waren jahrelange kollektive Armut ohne Perspektiven, extrem hohe Arbeitslosigkeit überall, politische Endloskrisen und ohnmächtige Wut der Verarmten, die sich in ihrer Verbitterung und Verzweifelung massenweise extremen Rechtsparteien wie der NSDAP zuwandten.

Das Horoskop des Börsencrachs von 1929:
Saturn, der astrologische Regulator, Grenzzieher, Rechnungspräsentierer und Richter ist direkt am AC im Tierkreiszeichen Schütze positioniert! Schütze wird vom Jupiter beherrscht, und der symbolisiert in erster Linie Wachstum. Endloses (Finanz)-Wachstum kann es nicht geben. Und wenn doch: was nutzen mich 50-Millionen Dollar auf meinem Konto, wenn es nichts zu kaufen gibt, oder wenn kein Händler Dollar akzeptiert? Das Ende von überzogenem Finanzwachstum heißt bekanntlich Inflation, also Sinn- und Wertverlust von bisher werthaltigem Geld. Saturn am Schütze-AC im Börsencrash-Horoskop symbolisiert das zwangsläufige katastrophale Ende des oben beschriebenen Finanzwahnsinns im und nach dem Ersten Weltkrieg. Bäume wachsen nun mal nicht in den Himmel, egal wie viele faule Tricks zur Anwendung kommen. Die Zeche der ganzen lausigen Angelegenheit bezahlte weitgehend der sogenannte kleine Mann auf der Straße, der meist arbeitslos und verarmt bei der Suppenküche seinen leeren Teller hin hielt. Damit wäre eigentlich schon alles Wichtige gesagt.

Noch einige astrologische Details:
Mond Konjunktion Pluto im Tierkreiszeichen Krebs. Diese Konstellation symbolisiert, den durch die Weltwirtschaftskrise massiv in Not (Pluto) geratenen sprichwörtlichen kleinen Mann (Mond) auf der Straße, deren Familien (Krebs) damals kaum ein solide funktionierendes soziales Netz auffing. Vielfach bekamen diese Personen auch noch falsche Infos (Mond und Pluto Quadrat MC in Waage) von sogenannten Fach-Autoritäts-Personen, im Sinne von: So schlimm wird es schon nicht werden! Ruhe bewahren, Panikverkäufe machen alles nur noch schlimmer. Venus und Merkur Opposition Uranus symbolisieren die plötzlich außer Kontrolle geratenen Aktienkurse am 24.10.1929. Jupiter in Zwillinge im Trigon zum Merkur in Waage symbolisieren die relativ wenigen Wissenden, die im voraus ahnten oder wußten was im Oktober 1929 kam, und rechtzeitig aus den sinkenden Finanz-Booten aussteigen konnten, indem sie faule Aktien rechtzeitig abstießen und von den Gewinnen sichere Werte kauften, solange das noch ging.

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