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Bernd Speicher, Schwalbach/Saar

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Horoskop von Kaiser Wilhelm dem Zweiten

Horoskop von Kaiser Wilhelm dem Zweiten

Wilhelm der Zweite war dritter deutscher Kaiser, von Juni 1888 bis November 1918.

Das Tierkreiszeichen Fische ist mit Mars, Neptun, Mondknoten und MC stark betont. Die Eigenschaften vom Gegenzeichen der Fische, Jungfrau, im Hinterkopf mit beachten. Das wären: Ordnungsliebe, Bescheidenheit, Rationalität, Pragmatismus, Nörgeligkeit, Kleinlichkeit, Kritiksucht.
Fische-Eigenschaften, wie Hellsichtigkeit, Sensibilität, Feinfühligkeit und soziales Mitgefühl prägten somit die Persönlichkeit von Wilhelm dem Zweiten spürbar. Fische sind auch recht fantasievoll und romantisch. All diese Eigenschaften wurden zur Zeit von Kaiser Wilhelm dem Zweiten, viel mehr als heute, als unmännlich eingestuft und dementsprechend von Männern verdrängt und mit hartem Verhalten kompensiert. Wie wir wissen, liebte Wilhelm der Zweite militärisches Gehabe, Uniformen und starke, bisweilen aggressiv/bissige Sprüche. War er deshalb besonders kriegsgeil? Ich weiß es nicht, aber ich glaube, er war nicht kriegsgeiler als andere Monarchen oder Politiker seiner Zeit. Militär und Uniformen wurden damals nicht nur in Deutschland sehr idealisiert, verehrt und bewundert. Mars in Konjunktion mit Neptun und beide in Fische weisen eher auf recht viel männliche und aggressive Unsicherheit hin. Mitherrscher der Fische ist der Planet Neptun, und dieser ist der Gott der Meere. Viel Interesse und Energie widmete Kaiser Wilhelm der Zweite der deutschen Marine und deren Vergrößerung, was die Briten angeblich so erschreckt hat, daß sie mit Deutschland ein Wettrüsten begonnen haben, das sich mehr und mehr gefährlich in Richtung Weltkrieg aufgeschaukelt hat.

Die Sonne im Horoskop von Kaiser Wilhelm dem Zweiten macht schwierige Aspekte zu Pluto und Saturn. Sicherlich fühlte Wilhelm der Zweite sich oft abgelehnt, unverstanden, einsam und benachteiligt. Er hatte einen verkrüppelten linken Arm, den er im Alltag kaum nutzen konnte. Und er hatte ein nicht näher beschriebenes Nervenleiden. Trotzdem legte er eine beachtliche militärische Karriere hin; immerhin brachte er es bis zum Generalmajor. Vielleicht war ihm da auch seine Position als Kronprinz ein wenig behilflich. Sonne Quadrat Pluto, und die Opposition der Sonne zum Saturn weisen auf eine schwierige Vaterbeziehung hin. Wilhelm der Zweite erlebte seinen Vater sicherlich als recht dominant, hart, bedrohlich und streng, auch wenn dieser, objektiv betrachtet, das alles nicht war. Solche Konstellationen aktivieren bei Betroffenen oft viel Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz, scheinbare Härte, Unnachgiebigkeit und Kompromißlosigkeit.

Mond in Skorpion. Mond Opposition Uranus. Mond im Quadrat zur Mondknotenachse. Wilhelm der Zweite hatte mit diesen schwierigen Konstellationen auch arge Probleme mit seiner Mutter. Diese war mit der Opposition des Mondes zum Uranus recht freiheitsliebend, exzentrisch, rebellisch und eigenwillig. Sie war wohl eher nicht der fürsorgliche Muttertyp. Die Mutter von Wilhelm dem Zweiten dürfte mit ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau erhebliche Probleme gehabt haben, da diese ihrem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung und freier Lebensgestaltung im Wege stand. Mond in Skorpion weist zudem auf brisante Familienkrisen hin, über die aber sicher nicht gesprochen wurde. Mond Trigon Mars weist auf die (unbewußte) Vorliebe für alles Militärische hin. Mond Trigon Neptun hingegen weist eher auf das Gegenteil hin, nämlich auf (unbewußten) Pazifismus, soziale Fürsorge und Nächstenliebe. Was war Wilhelm der Zweite nun wirklich: Militarist oder Pazifist? Beides, je nach Situation, Zeit und Umfeld!

Merkur macht keine Aspekte zu anderen Planeten im Radix von Wilhelm dem Zweiten. Merkur führt somit ein recht unkontrolliertes Eigenleben in besagtem Horoskop. Merkur symbolisiert den Verstand, die Sprache, Schriftverkehr und das Gedächtnis. Wilhelm der Zweite war, wie weiter oben schon angedeutet, bekannt für seine starken Sprüche, mit denen er sich überall unbeliebt machte. Seine unkontrollierten Aussagen haben aber sicher nicht den Ausbruch des Ersten Weltkrieges bewirkt, auch wenn das verschiedentlich so ähnlich dargestellt wird. So funktioniert internationale Politik sicher nicht, und wenn doch, dann sollte mich das aber sehr wundern. Sind Politiker so empfindlich, daß sie sich von ein paar starken Sprüchen eines Kaisers so erschrecken lassen, daß sie einen Weltkrieg gegen dessen Land entfesseln?

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